Berufliche Veränderung machbar machen – gemeinsam stark!

Von der Pflege zur selbstständigen Coachin: Wie Katrin Henningsen mit Hilfe des Gründungscoachings ihr Business aufgebaut hat

Katrin wusste schon länger, dass sie beruflich etwas verändern wollte. Sie kam aus der Pflege, arbeitete gerne mit Menschen und hatte bereits erste Erfahrungen mit einem eigenen Kleinunternehmen gesammelt. Gleichzeitig war da der Wunsch, Frauen intensiver zu begleiten und irgendwann wirklich von dieser Arbeit leben zu können.

Bis aus diesem Wunsch eine konkrete Selbstständigkeit wurde, dauerte es allerdings mehrere Jahre. Denn für Katrin ging es nicht nur darum, eine Geschäftsidee zu haben. Als alleinerziehende Mutter mit zwei Kindern musste sie auch ganz praktische Fragen beantworten: Reicht das Einkommen? Wie gewinnt sie Kund? Welche Angebote sind sinnvoll? Und wie wird aus einer Idee überhaupt ein Unternehmen?

Im Gründungscoaching beim gründungs.center arbeitete sie deshalb nicht nur an Businessplan und Zahlen. Aus vielen einzelnen Gedanken entstand nach und nach ein klares Geschäftsmodell, das zu ihr, ihrer Zielgruppe und ihrem Alltag passt.

Heute hat sie gegründet, begleitet Frauen in einem dreimonatigen Programm, arbeitet mit einem eigenen Kundenportal und konzentriert ihr Marketing auf LinkedIn.

Dass der Aufbau dabei nicht mit Vollgas passiert, findet sie inzwischen ziemlich gut.

„Ich bin auch froh, dass es langsam geht – weil man sich nicht übernehmen darf.“

Von der Pflege zur eigenen Coaching-Idee

Katrin kommt ursprünglich aus der Pflege.

Mit Menschen zu arbeiten, bezeichnet sie selbst als ihre Passion. Irgendwann merkte sie allerdings, dass sie in ihrem damaligen beruflichen Umfeld wenig Möglichkeiten sah, etwas zu verändern.

Gleichzeitig passierte bei ihr persönlich einiges.

„Ich war in einer Ehe, in der ich fast nur noch funktioniert habe.“

Ausgerechnet diese eigene Erfahrung findet sich heute in ihrer Arbeit wieder. Katrin begleitet Frauen, die raus aus diesem Funktionieren wollen. Frauen, die wieder eigene Entscheidungen treffen und Grenzen setzen möchten, ohne sich dabei permanent schlecht zu fühlen.

2021 begann sie, sich intensiver weiterzubilden. Sie absolvierte unter anderem eine Ausbildung zur zertifizierten Mediatorin und Coach. Später folgte die Weiterbildung zur psychologisch-systemischen Coachin.

Trotzdem fiel die endgültige Entscheidung für die Selbstständigkeit nicht von heute auf morgen.

Katrin ist alleinerziehend und hat zwei Kinder. Entsprechend saß bei der Entscheidung zur Selbstständigkeit noch jemand mit am Tisch: die Verantwortung.

„Ich bin alleinerziehend, ich zahle Miete. Läuft es wirklich so an, wie ich es mir vorstelle, und kommen die Zahlen dann auch rein?“

Fast vier Jahre lagen zwischen den ersten konkreteren Schritten und dem Punkt, an dem Katrin Anfang 2025 sagte: Jetzt mache ich es wirklich.

Eine Geschäftsidee war da – aber auch ziemlich viele Fragezeichen

Die fachliche Grundlage für ihre Arbeit hatte Katrin. Was ihr fehlte, war die unternehmerische Struktur dahinter.

Da standen plötzlich Fragen im Raum wie:

  • Wie muss das Angebot konkret aussehen?
  • Welche Einnahmen müssen mit dem Business erzielt werden?
  • Wie funktioniert Social Media sinnvoll?
  • Braucht es eine eigene Website?
  • Welche Workshops können angeboten werden?
  • Wie funktionieren Funnel?
  • Welche technischen Lösungen braucht das Unternehmen überhaupt

 

Dazu kam die vermutlich wichtigste Frage: Kann dieses Business genug Geld einbringen, damit Katrin davon leben und gleichzeitig die Verantwortung für ihre Familie tragen kann?

Im Coaching mit Gründungscoachin Nadine ging es deshalb zunächst darum, Ordnung in die vielen offenen Themen zu bekommen und aus Katrins Idee Schritt für Schritt ein Unternehmen zu entwickeln.

Im Gründungscoaching wurde die Positionierung verständlicher

Ihre Zielgruppe brachte Katrin schon mit ins Coaching: Frauen, die wieder stärker in die eigene Entscheidung kommen wollen.

Was sich im Coaching allerdings bewegte, war die Sprache rund um dieses Angebot.

Katrin war damals noch stark in einer spirituellen Sprache unterwegs. Bis Nadine irgendwann sagte:

„Katrin, du redest so coachianisch – du musst verständlich sprechen.“

Katrins erste Reaktion?

„Und ich dachte: Was meint sie damit?“

Wer jeden Tag über Coaching, Methoden und persönliche Entwicklung spricht, versteht die eigenen Begriffe irgendwann völlig selbstverständlich. Eine potenzielle Kundin muss damit noch lange nichts anfangen können.

Also gingen Katrin und Nadine noch einmal ran an die Zielkundin, an Katrins eigene Geschichte, an die Positionierung und an die Frage, was sie eigentlich sagen will, wenn man die ganzen Fachbegriffe einmal vom Tisch schiebt.

Katrin beschreibt diesen Prozess ziemlich bildlich:

„Ich bin mit einer Positionierung reingegangen, dann haben wir diese ‚Avatar-Frau‘ gebaut, dann sind wir wieder zu mir zurückgegangen, ich habe alles zusammengeschrieben – und dann waren wir auf einmal an einem ganz anderen Punkt.“

Businessplan und Finanzplan: Nicht nur Papier für irgendeinen Antrag

Beim Businessplan hatte Katrin vorher eine Vorstellung, die wahrscheinlich nicht besonders exotisch ist: Man schreibt das Ding. Dann reicht man es irgendwo ein.
Vielleicht braucht eine Bank ihn. Vielleicht die Agentur für Arbeit. Vielleicht hängt eine Finanzierung daran.

Haken dran.

Im Coaching änderte sich ihr Blick darauf.

„Für mich war es wichtig zu verstehen, dass dieser Plan auch wie ein Fahrplan für mein Unternehmen ist – und kein Dokument, das in Stein gemeißelt ist, sondern mit den Ideen wachsen darf.“

Das bedeutete auch: Wenn sich die Positionierung verschiebt, wird der Businessplan eben angepasst.

Wenn ein Angebot anders aufgebaut wird, ebenfalls.

Und wenn sich nach ein paar Monaten zeigt, dass eine Annahme nicht aufgeht, wäre es ziemlich merkwürdig, trotzdem eisern an einer Tabelle aus der Gründungsphase festzuhalten.

Katrin arbeitete mit Nadine deshalb nicht nur am Text des Businessplans. Es ging unter anderem um kaufmännische Grundlagen, die Potenzialanalyse ihres Angebots, Kalkulationen und Risiken.

Zum Beispiel um eine eher ungemütliche Frage:

Was passiert eigentlich, wenn sie selbst für ein paar Monate ausfällt?

„Man ist nie gefeit vor Krankheit – da muss man gut kalkulieren, was passiert, wenn ein, zwei, drei Monate nichts reinkommt.“

Die Finanztabelle hatte offenbar ihren eigenen Endgegner-Status

Besonders intensiv war für Katrin die Arbeit am Finanzplan.

Hier ging es nicht nur darum, irgendeinen Umsatz in eine Tabelle einzutragen.

Es musste konkret werden.

  • Welche Versicherungen werden benötigt?
  • Welche Tools verursachen monatliche Kosten?
  • Welche betrieblichen Ausgaben kommen dazu?
  • Wie hoch müssen Preise sein?
  • Was passiert, wenn Kundinnen wegfallen?
  • Und was passiert, wenn Katrin selbst für einen, zwei oder drei Monate nicht arbeiten kann?

 

Gerade diese Risikobetrachtung war für sie ein wichtiger Teil der Vorbereitung. Auch eine detaillierte Stunden- und Finanzplanung gehörte dazu. Katrin plante nicht nur das erste Geschäftsjahr, sondern betrachtete mehrere Jahre.

„Das war einschneidend.“

Denn spätestens dann reicht der Gedanke „Ich würde mich gerne selbstständig machen“ nicht mehr aus. Die Zahlen zeigen, was das Unternehmen tatsächlich erwirtschaften muss.

Bei Katrin löste genau das allerdings nicht nur Respekt aus. Die Zahlen wurden auch zu einem Ziel.

„Diese Zahlen machen auch mit dem Kopf etwas. Wenn man hinter seinem Business nicht steht, ist das spätestens der Moment, wo man sagt: Hier ist Schluss – weil ich nicht an mich glaube und nicht an die Zahlen.“

Kurz erklärt: Finanzplan

Ein Finanzplan bildet unter anderem geplante Einnahmen, Ausgaben, Liquidität und die wirtschaftliche Entwicklung eines Unternehmens ab. Er hilft Gründer:innen dabei einzuschätzen, wie viel Umsatz ihr Unternehmen erwirtschaften muss und ob das Geschäftsmodell finanziell funktionieren kann.

Portrait von Katrin Henningsen, die an einem Schreibtisch sitzt

Nach dem Coaching begann der eigentliche Unternehmensaufbau

Das Gründungscoaching war für Katrin nicht das Ende der Vorbereitung. Nach dem Coaching gründete sie ihr Unternehmen und begann, die erarbeiteten Grundlagen praktisch umzusetzen.

Dabei stellte sie relativ schnell fest: Ein paar Social-Media-Beiträge zu veröffentlichen und darauf zu warten, dass Kund:innen auftauchen, reicht nicht.Sie schrieb Anfragen, entwickelte Workshops und beschäftigte sich damit, wo sie ihre Angebote platzieren kann. Gleichzeitig baute sie die organisatorischen Strukturen ihres Unternehmens weiter aus.

Für ihre Buchhaltung arbeitete sie mit Lexware und einem Geschäftskonto. Später holte sie sich zusätzlich Unterstützung durch eine Steuerfachangestellte.

Auch beim Marketing veränderte sich ihre Strategie. Zunächst versuchte Katrin, gleichzeitig auf Instagram, Facebook und LinkedIn aktiv zu sein. Irgendwann stellte sie fest, dass allein die Betreuung mehrerer Plattformen enorm viel Zeit kostet.

Also entschied sie sich für einen klareren Fokus:„Professionell kann man nur einen Kanal bespielen. Bei mir ist das jetzt LinkedIn.“

Die Zeit, die vorher in mehrere Plattformen geflossen wäre, kann dadurch beispielsweise in Erstgespräche investiert werden. Und gerade diese Gespräche waren für Katrin in der Anfangsphase wichtig. Mit jedem Gespräch lernte sie besser einzuschätzen, welche Kundinnen wirklich zu ihrem Angebot passen. Mittlerweile prüft sie viel genauer:

„Passt diese Person zu mir oder nicht?“
Katrin findet es gut, dass ihr Unternehmen nicht über Nacht explodiert ist.

Selbstständigkeit ist nicht nur Freiheit und Laptop-Romantik

Katrin beschreibt das Gründerleben ziemlich nüchtern.

Eine Website bauen, einen Funnel erstellen und anschließend darauf warten, dass automatisch Kund:innen und Umsatz kommen?

So hat sie ihre Selbstständigkeit nicht erlebt.

Gründen bedeutet für sie auch, dranzubleiben, Entscheidungen zu treffen, Angebote weiterzuentwickeln und immer wieder zu analysieren, was funktioniert und was nicht.

Gleichzeitig erlebt sie die Selbstständigkeit als eine Zeit, in der sie sich selbst stark weiterentwickelt.

Wichtig ist ihr dabei ein Punkt besonders: kein blinder Aktionismus.

Nicht bei jedem Zweifel alles wieder umwerfen. Nicht ständig die Richtung wechseln. Sondern ein Ziel festlegen, einen Weg ausprobieren, beobachten und dann bewusst entscheiden, was angepasst werden sollte.

Auch deshalb passt ihre heutige Arbeitsweise gut zu dem, was bereits im Gründungscoaching begonnen hat. Positionierung, Businessplan und Finanzplanung waren keine einmaligen Aufgaben. Sie bilden eine Grundlage, auf die Katrin immer wieder zurückgreifen und die sie weiterentwickeln kann.

Würde Katrin noch einmal zurücktauschen?

Auf diese Frage hat Katrin eine ziemlich klare Antwort:

„Nein. Weil ich mich in dem, was ich tue, frei fühle.“

Die Arbeit mit Menschen war schon in der Pflege Teil ihres Lebens.

Heute findet sie in einer anderen Form statt.

„Ich mache das, was ich liebe. Es ist meine absolute Passion, Menschen zu begleiten – früher in der Pflege, jetzt als Coach.“

Dazwischen lagen mehrere Jahre Weiterbildung, Zweifel, finanzielle Fragen, eine neue Positionierung, Stunden- und Finanztabellen, Businessplan-Überarbeitungen, technische Baustellen, Akquise und ziemlich viele Entscheidungen.

Trotzdem würde Katrin nicht zurücktauschen.

Denn sie arbeitet heute in einem Bereich, den sie selbst als ihre Passion beschreibt.

Katrins ganze Geschichte anhören

Im Podcast erzählt Katrin noch ausführlicher, wie sie das Gründungscoaching mit Nadine erlebt hat, warum sich ihre Positionierung währenddessen verändert hat und weshalb Business- und Finanzplanung heute für sie deutlich mehr sind als Unterlagen, die man einmal für einen Antrag erstellt.

Außerdem geht es um Sichtbarkeit, die ersten Monate nach der Gründung und um die eher unromantischen Teile der Selbstständigkeit.

Weitere interessante Inhalte

Kostenlose Workshops für dich!

Mach deine Gründung endlich konkret!
In der Gründungswoche erwarten dich fünf kostenlose Workshops voller Praxiswissen:

📅16.11. – Ich möchte etwas verändern – aber ich weiß noch nicht was

📅 17.11. – Gründen ohne Risiko? Förderungen, AVGS & echte Wege in die Selbstständigkeit

📅 18.11. – Geld, das Mut macht – Finanzen, Absicherung und Co.

📅 19.11. – Das Anti-Gründungsseminar – 10 Gründe, warum du nicht gründen solltest

📅 20.11. – Niemand gründet allein – Netzwerke, KI und die ersten 100 Tage

Alle Workshops sind kostenlos – aber garantiert nicht umsonst 😉

Termin mit Andreas vereinbaren

Termin mit Aline vereinbaren

Anfrage versenden

Fülle das Formular aus und wir setzen uns umgehend mit dir in Verbindung.

Deine Anmeldung konnte nicht gespeichert werden. Bitte versuche es erneut.
Deine Anmeldung war erfolgreich.