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Finanzielles Fundament für deine Selbstständigkeit: Diese Basics solltest du als Gründer:in kennen

In dieser Podcastfolge von „Startklar – Der Gründungstalk“ geht es um das finanzielle Fundament deiner Selbstständigkeit und die Frage, welche Basics du als Gründer von Anfang an im Blick haben solltest. Gründungscoach Aline Pelzer und Finanzexpertin Valeria Gorzejewski sprechen darüber, warum ein realistischer Blick auf Einnahmen, Ausgaben und deinen persönlichen Finanzbedarf wichtig ist. Außerdem geht es um verschiedene Formen der Absicherung und darum, welche Rolle insbesondere die Krankenversicherung für Selbstständige spielt. Du erfährst, warum finanzielle Planung kein einmaliges To-do ist, sondern dich auch nach der Gründung regelmäßig begleiten sollte.

In dieser Folge des Podcasts Startklar - Der Gründungstalk erfährst du,

  • warum ein stabiles finanzielles Fundament für deine Selbstständigkeit so wichtig ist.
  • welche Versicherungen und Formen der Absicherung du als Gründer im Blick haben solltest.
  • wie du Einnahmen, Ausgaben, Liquidität und deinen persönlichen Finanzbedarf realistisch planst.

Dein finanzielles Fundament: Diese drei Bereiche solltest du im Blick behalten

Bei einer Gründung denkst du wahrscheinlich zuerst an deine Geschäftsidee, dein Angebot und die ersten Kund:innen. Mindestens genauso wichtig ist aber die Frage: Wie steht dein Unternehmen finanziell da – und was brauchst du persönlich, damit deine Selbstständigkeit langfristig für dich funktioniert?

Im Podcast vergleicht Valeria das finanzielle Fundament mit dem Fundament eines Hauses. Ist die Basis instabil, wirkt sich das früher oder später auf den Rest aus. Dazu gehören nicht nur deine Einnahmen und Ausgaben. Auch deine persönlichen Kosten, deine Absicherung und deine Krankenversicherung spielen eine Rolle.

Finanzielle Planung: Kenne deine Zahlen als Gründer:in

Der erste Schritt klingt einfach: Du solltest wissen, was reinkommt und was rausgeht. Genau hier beginnt dein finanzielles Fundament.

Gemeint ist vereinfacht gesagt der Cashflow in deinem Unternehmen: Welche Einnahmen fließen tatsächlich ein und welche Ausgaben musst du in einem bestimmten Zeitraum bezahlen?

Dabei kann dein Unternehmen auf dem Papier profitabel wirken und trotzdem vorübergehend zu wenig Geld auf dem Konto haben – zum Beispiel, wenn Kund:innen ihre Rechnungen noch nicht bezahlt haben, du aber bereits Miete, Softwarekosten oder andere laufende Ausgaben begleichen musst. Deshalb solltest du nicht nur deinen Umsatz betrachten, sondern auch den Zeitpunkt deiner Einnahmen und Ausgaben im Blick behalten.

Kurz erklärt: Cashflow

Der Cashflow beschreibt die Geldströme in deinem Unternehmen. Vereinfacht gesagt geht es darum, wie viel Geld hereinkommt und wie viel wieder herausgeht.

Dabei reicht es nicht, nur deine geschäftlichen Kosten zu betrachten. Schließlich muss deine Selbstständigkeit langfristig auch deinen persönlichen Lebensunterhalt finanzieren.

Dazu gehören beispielsweise deine Wohnkosten, Lebensmittel und Krankenversicherung. Gleichzeitig solltest du Kosten berücksichtigen, die vielleicht nicht jeden Monat anfallen oder erst langfristig wichtig werden. Unter anderem wird die Altersvorsorge angesprochen.

Eine gute Finanzplanung beantwortet deshalb nicht nur die Frage: „Wie viel Umsatz möchte ich machen?“

Viel wichtiger sind Fragen wie:

  • Wie hoch sind meine privaten Kosten?
  • Welche laufenden Kosten hat mein Unternehmen?
  • Welche Rücklagen brauche ich?
  • Welche Versicherungen muss oder möchte ich einplanen?
  • Welchen Umsatz brauche ich, damit meine Selbstständigkeit wirtschaftlich funktioniert?
  • Wie entwickelt sich meine finanzielle Situation in den kommenden Monaten und Jahren?


Und diese Rechnung machst du nicht nur einmal zu Beginn deiner Gründung.

Valeria empfiehlt in der Folge, sich regelmäßig mit den eigenen Zahlen zu beschäftigen und konkrete Zielgrößen festzulegen. Denn Auftragslage, Kosten und persönliche Bedürfnisse können sich verändern.

Genau deshalb erstellen wir auch im Gründungscoaching gemeinsam mit dir einen Finanzplan für die kommenden vier Jahre. Dabei betrachten wir unter anderem Rentabilität und Liquidität und entwickeln die Planung passend zu deinem Geschäftsmodell.

Kurz erklärt: Liquidität und Rentabilität

Liquidität beschreibt, ob du deine anstehenden Zahlungen rechtzeitig leisten kannst. Rentabilität betrachtet dagegen, ob sich dein Unternehmen wirtschaftlich lohnt und deine Einnahmen langfristig deine Kosten decken.

Absicherung: Welche Risiken möchtest du selbst tragen als Gründer:in?

Zum finanziellen Fundament gehört auch die Frage, wie du dich gegen bestimmte Risiken absichern möchtest.

Welche Versicherungen sinnvoll sind, lässt sich nicht für jeden Gründer gleich beantworten. Ein Berater, der überwiegend am Schreibtisch arbeitet, hat andere Risiken als jemand, der täglich bei Kunden vor Ort arbeitet oder mit einem Fahrzeug unterwegs ist.

Im Podcast werden deshalb verschiedene Bereiche der Absicherung angesprochen. Dazu gehören beispielsweise Rechtsschutz sowie betriebliche oder berufliche Haftungsrisiken.

Entscheidend ist nicht, möglichst viele Versicherungen abzuschließen. Du solltest vielmehr verstehen, welche Risiken dein Geschäftsmodell mit sich bringt und welche finanziellen Folgen ein Schaden für dich haben könnte.

Stell dir dazu zum Beispiel folgende Fragen:

  • Welche Fehler könnten bei meiner Tätigkeit entstehen?
  • Könnte dadurch einem Kunden ein finanzieller Schaden entstehen?
  • Bin ich regelmäßig mit dem Auto für mein Unternehmen unterwegs?
  • Welche Rechtsstreitigkeiten könnten in meinem Business auftreten?
  • Welche Kosten könnte ich im Ernstfall selbst tragen?
  • Welche Risiken möchte ich bewusst absichern?


Auch hier gilt: Dein Bedarf kann sich verändern.

Vielleicht brauchst du zu Beginn deiner Selbstständigkeit noch nicht dieselbe Absicherung wie nach zwei oder drei Jahren, wenn dein Umsatz steigt, du größere Kunden betreust oder Mitarbeiter einstellst. Deshalb lohnt es sich, deine Absicherung nicht als einmaliges To-do zu betrachten.

Krankenversicherung: Gesetzlich oder privat versichert als Gründer:in?

Eine Frage begegnet uns im Zusammenhang mit Gründungen besonders häufig: Soll ich mich als Selbstständige:r gesetzlich oder privat krankenversichern?

Diese Entscheidung sollte nicht allein über den monatlichen Beitrag getroffen werden. Leistungen, persönliche Lebensplanung, Gesundheitszustand und die weitere Entwicklung deiner Selbstständigkeit können ebenfalls eine Rolle spielen.

Valeria spricht sich in der Folge aus ihrer fachlichen Perspektive für die Leistungen einer privaten Krankenversicherung aus. Gleichzeitig muss eine private Krankenversicherung nicht für jede:n Gründer:in zu jedem Zeitpunkt finanziell die passende Lösung sein. Wer beispielsweise zu Beginn noch wenig verdient, kann zunächst gesetzlich versichert bleiben und zusätzliche Absicherungsmöglichkeiten prüfen.

Genau deshalb solltest du dich bei dieser Entscheidung individuell beraten lassen und verschiedene Szenarien betrachten.

Denn deine Krankenversicherung begleitet dich nicht nur während der ersten Monate deiner Gründung. Eine Entscheidung, die heute günstig erscheint, kann sich langfristig anders entwickeln.

Kurz erklärt: Anwartschaft

Eine Anwartschaft ist eine Möglichkeit innerhalb der privaten Krankenversicherung, bestimmte Voraussetzungen für einen späteren Wechsel zu sichern. Welche Bedingungen dabei gelten, hängt vom jeweiligen Tarif und Versicherer ab und sollte individuell geprüft werden.

Finanzplanung endet nicht mit dem Businessplan

Dein Finanzplan ist kein Dokument, das du einmal für deine Gründung erstellst und anschließend in einem Ordner verschwinden lässt.

Deine Umsätze verändern sich. Kosten kommen hinzu oder fallen weg. Vielleicht investierst du in dein Unternehmen, passt deine Versicherungen an oder erhöhst deine privaten Rücklagen. Deshalb solltest du deine Zahlen immer wieder mit deiner tatsächlichen Entwicklung vergleichen.

Im Gründungscoaching erarbeiten wir mit dir deshalb nicht nur Business- und Finanzplan, sondern schauen auch auf deinen persönlichen Finanzbedarf, Investitionen und die wirtschaftliche Entwicklung deines Geschäftsmodells. So bekommst du eine Grundlage, mit der du auch nach deiner Gründung weiterarbeiten kannst.

Und auch wenn nicht jede finanzielle Entscheidung perfekt sein wird: Das gehört zur Selbstständigkeit dazu. Im Podcast sprechen Aline und Valeria auch darüber, warum eine Ausgabe im Nachhinein manchmal anders bewertet wird als zum Zeitpunkt der Entscheidung – und warum du daraus vor allem lernen solltest.

Du möchtest wissen, welche finanziellen Basics Aline und Valeria Gründer:innen außerdem mitgeben, welche Versicherungen sie im Gespräch noch ansprechen und wie sie die Frage nach gesetzlicher oder privater Krankenversicherung diskutieren? Dann hör dir die komplette Folge von „Startklar – Der Gründungstalk“ an.

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